Mit diesem simplen Trick besiegst du endlich das Chaos im Kopf

Kennst du das? Man nimmt sich ganz viel vor und lässt dann doch die Hälfte liegen, weil man irgendwie nicht mehr dran gedacht hat? Oder man hat eine richtig gute Idee, doch man kommt nie dazu, sie umzusetzen und eines Tages fällt sie einem wieder ein und man denkt: Hätte ich damals doch mal besser … Kommt dir dieses Chaos im Kopf irgendwie bekannt vor? Dann habe ich gute Nachrichten: Es gibt ein ganz einfaches Gegenmittel.

Auch ich habe das früher sehr oft erlebt: Unter der Dusche hatte ich noch einen genialen Einfall und als ich dann am Schreibtisch saß, war er wieder weg. Zu viel los im Kopf, zu viele Ideen, Gedanken, Pläne – kurzum: Zu viele Prozesse. Um zu wissen, wie einfach man das Chaos im Kopf besiegen kann, muss man zunächst einmal eine wichtige Grundlage verstehen: Unser Gehirn ist ein fantastischer Rechenapparat – aber ein grausig schlechter Speicherplatz!

Ich habe das in David Allens Buch „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ (das ich nur sehr empfehlen kann!) gelernt: Wenn du unseren Kopf mit einem Computer vergleichst, ist die Rechenleistung großartig – aber die Festplatte taugt nichts!
Weil so viel in unserem Kopf vor sich geht, kann sich unser Gehirn nicht viele Dinge „einfach merken“. Deswegen verschwinden leider allzu viele von diesen „Man müsste mal …“ oder „Wie wäre es eigentlich, wenn…“-Einfällen auf Nimmer-Wiedersehen. Erlebst du es manchmal, dass du jemanden triffst und sagst: „Irgendwas wollte ich noch von dir… Moment, warte, gleich fällt es mir wieder ein!“? Genau um solche Situationen geht es!

Ein simpler Trick mit großer Wirkung

Und was ist nun der simple Trick dagegen? Ich werde ihn dir sofort verraten, aber bitte schlag mich nicht, weil er dir im ersten Moment so banal vorkommt! Er ist wirklich einfach und naheliegend – aber wir setzen ihn im Alltag leider nicht um und vergessen deswegen so vieles von dem, was wir eigentlich machen wollten. Der simple Trick gegen das Vergessen und das Chaos im Kopf lautet: Schreibe dir alles auf!

Ja, es ist wirklich so einfach und platt. Und wahrscheinlich wirst du nun sagen: „Mache ich ja eh“ – aber die Wahrheit ist: Die wenigsten von uns schreiben alles auf. Sie machen sich Notizen, wenn sie etwas besonders wichtig finden, oder etwas auf keinen Fall vergessen wollen. Aber die kleinen Dinge des Alltags? Die nehmen wir uns einfach vor, zu behalten. Sie kommen uns teilweise so banal vor, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, sie uns aufzuschreiben. Es fühlt sich am Anfang einfach komisch an, sich eine Notiz mit den Worten „Frage Anna, ob sie die neue Staffel von Game of Thrones auf DVD hat“ zu machen.

Der einfache Trick, der doppelt hilft

Wenn du dir alles, was dir einfällt und was du noch irgendwie umsetzen willst, aufschreibst, hilft dir das doppelt. Denn: Erstens hast du es jetzt schriftlich fixiert und brauchst es dir nicht mehr zu merken (ein wunderbares Gefühl, wenn dieses Das darf ich nicht vergessen im Kopf aufhört!), und zweitens ist es nun viel wahrscheinlicher, dass du dich tatsächlich dran erinnerst. Allein dadurch, dass du es dir aufgeschrieben hast, hat sich die Sache stärker in dein Hirn verankert und du kannst dich besser dran erinnern. Es ist etwas paradox: Du schreibst es auf, damit es nicht schlimm ist, wenn du es vergisst – und ausgerechnet dann erinnerst du dich doch dran. Aber Achtung: Bitte denke nicht „Ich habe ja auch so dran gedacht, ich hätte es mir ja gar nicht aufschreiben müssen“ – denn du hast wahrscheinlich nur dran gedacht, weil du es dir aufgeschrieben hast!

Was du brauchst, um sofort loszulegen

Sprechen wir über das passende Equipment: Was brauchst du, um dir wirklich alles aufzuschreiben? Klar: Die Möglichkeit, immer und überall Notizen zu machen. Dabei ist es völlig egal, ob du Stift und Block griffbereit hast, dein Handy oder ein Tablet oder Notebook. Bei den meisten Leuten wird es wohl auf Block oder Handy hinauslaufen – wichtig ist aber, dass das Werkzeug deiner Wahl zu dir passt!

Ich persönlich habe gleich mehrere Versuche unternommen, mir alle Sachen mit Stift und Papier aufzuschreiben, bis ich eines Tages gemerkt habe: Das passt einfach nicht zu mir! Ich habe mir ein richtig schickes Moleskine-Notizbuch zugelegt, hochwertige Stifte – und beides dann einfach nicht benutzt. Seit ich erkannt habe, dass ich (auch beim Notizen-Machen) ein digitaler Typ bin, schreibe ich mir wirklich alles mit dem Handy auf. Schnelle Notizen, kurze Aufgaben, griffige Reminder: Alles ist schnell in die iPhone-Tastatur getippt. Und: Mein Handy habe ich immer griffbereit und ich kann es auch überall hin mitnehmen (auch ins Bad, um die „Unter der Dusche-Einfälle“ sofort festzuhalten).

Als Apps nutze ich hierbei verschiedene: Reine Ideen (für Projekte, Blogartikel, Geschenke, etc.) halte ich in Evernote fest, Aufgaben notiere ich mir in Todoist und Termine kommen natürlich direkt in den Kalender. Das sollen aber alles nur Anregungen sein, du musst für dich natürlich das Setup finden, das am besten zu dir passt. Wichtig ist nur: Du musst dir überall Notizen machen können (das können auch Sprachmemos auf dem Handy sein) und diese natürlich später auch wieder abrufen.

Immer etwas zu Schreiben bereithalten und dann auch wirklich jede Idee, jedes Vorhaben, jedes Projekt aufschreiben – wenn du das schaffst, kannst du dir sicher sein, dass dir nie wieder ein guter Einfall oder ein wichtiges Vorhaben durchrutscht. Die Umstellungszeit wird sicherlich schwierig und es ist zunächst ungewohnt, sich einen „Einkaufszettel“ für Banalitäten zu machen, aber wenn du erstmal merkst, wie wunderbar entlastet der Kopf dadurch wird, wirst du begeistert sein – versprochen!

One thought on “Mit diesem simplen Trick besiegst du endlich das Chaos im Kopf”

  1. Kurzform: damit du nichts vergisst, schreibst du dir am besten alles auf. Vorzugsweise in ein Notizbuch.

    Warum soll viele Worte für diese simple Aussage ? Wirkt irgendwie peinlich.

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