Wie du mit wenigen Handgriffen deine Produktivität um ein Vielfaches steigern kannst

Es ist doch ein Fluch: Wir wollen eine Menge schaffen, und ständig werden wir abgelenkt. Hier ist noch was zu tun, da muss noch was gemacht werden und diesen Stapel muss ich auch noch sortieren. Ablenkungen sind der Tod für unsere Produktivität. Deswegen sollten wir sie so schnell wie möglich aus unserem (Arbeits-)Leben verbannen.

Wie schön wäre es, wenn wir fokussiert arbeiten können, eine To Do nach der anderen abhaken und wirklich was „wegschaffen“ können, weil wir nicht dauernd abgelenkt sind? Das Schöne ist: Das ist problemlos möglich – wenn man erstmal erkennt, dass das Problem direkt vor uns liegt.

Wenige Handgriffe reichen

Einer der Hauptgründe für unsere Ablenkungen während der Arbeit (oder während der Heimarbeit) ist nur eine Armlänge von uns entfernt: unser Schreibtisch. Wenn du Chaos auf dem Schreibtisch hast, ist das Risiko für Ablenkungen besonders hoch. Einerseits, weil du ständig Sachen im Sichtfeld hast, die dich an andere Aufgaben erinnern (und die ständig schreien: Ich bin wichtig!), und andererseits, weil ein diffuses Chaos um dich herum das Gefühl entstehen lässt, dass generell nicht alles im Lot ist.
Wenn auf deiner Schreibtischplatte das blanke Chaos herrscht (wie ich es immer wieder bei sehr vielen Menschen sehe), kannst du sicher selber kaum glauben, dass du produktiv arbeitest. Aber es gibt auch gute Nachrichten: So schnell dieses Problem auftaucht und so stark wie es uns in unserer Produktivität runterbrennst, so leicht ist es auch behoben. Denn im Umkehrschluss heißt das: Mit nur wenigen Handgriffen kannst du deine Produktivität enorm steigern.

Eine blanke Tischplatte – keine Ablenkungen

Wen heute Kollegen an meinen Schreibtisch kommen, höre ich immer wieder: „Dein Schreibtisch ist aber ordentlich“ – obwohl ich selber das gar nicht so empfinde. Denn er ist nicht klinisch rein oder so. Ich habe lediglich alles vom Tisch verbannt, das ich nicht dauerhaft brauche. Das bedeutet: Auf meinem Schreibtisch steht mein Telefon, mein Computer, die Tastatur, Maus, meine Kaffeetasse und mein Wasserglas, ein bis zwei Demo-Elemente – und mehr nicht! Papierstapel habe ich schon vor einiger Zeit aus meinem Blickfeld verbannt, nachdem ich festgestellt habe, wie sehr sie mich mental ausbremsen. Einen Notizblock und Stift brauche ich nicht, weil ich so gut wie alles digital notiere. Ohnehin führe ich ein papierloses, oder zumindest papierarmes Arbeitsleben (vielleicht sollte ich dazu auch mal etwas schreiben?!).
Um diese Aufgeräumtheit und Leere auf dem Schreibtisch zu schaffen, reicht bei den meisten Leuten schon eine bis zwei Stunden Arbeit – und diese Zeit holst du ganz schnell wieder rein, wenn du erst einmal merkst, wie fokussiert und schnell du nun arbeiten kannst. Heißt konkret: Mache mit dir selber einen Termin aus, zu dem du (im wahrsten Sinne des Wortes) Tabula Rasa machen möchtest: Alle Papierstapel durchschauen und die Abheften, bearbeiten oder am besten: Wegschmeißen! Die alten Tassen in die Kaffeeküche bringen, die Werbeschreiben, die sich in den Zwischenräumen versteckt haben, wegschmeißen, den ganzen kleinen Nippeskram entsorgen. Das Ziel sollte sein, dass du am Ende wirklich nur noch deine Arbeitsgeräte vor dir hast – und sonst nur eine leere Tischplatte!

Und wie geht es weiter?

Wenn du erstmal so weit bist und deinen Schreibtisch auf- und leergeräumt hast, musst du aufpassen, wie ein Luchs. Denn leere Flächen flehen uns förmlich an, gefüllt zu werden: Hier ist Platz, leg was ab, scheinen sie zu fordern. Gib diesem stillen Schrei nach Unordnung jetzt bloß nicht nach – sonst fängst du wieder ganz von vorne an. Wenn Unterlagen auf deinem Schreibtisch landen, solltest du sie schnellstmöglich bearbeiten, wegsortierten – oder eben entsorgen. Gewöhne dir am besten an, großzügig wegzuschmeißen! Wenn du dich erstmal dran gewöhnt hast, wirst du es sicher nicht bereuen.
Übrigens: Wenn du mehr über das Thema aufräumen (nicht nur am Arbeitsplatz) erfahren möchtest, kann ich dir nur meinen aktuellen Ratgeber „10 Geheimnisse ordentlicher Menschen“ empfehlen.

Und was ist mit meinem Computer-Desktop?

Wenn du deinen physischen Schreibtisch im Griff hast, magst du dich vielleicht fragen: Was ist mit meinem virtuellen? Und ja: Auch hier kann ich dir nur dringend raten, Ruhe und Ordnung reinzubringen. Ich kenne Menschen, die wahrhafte Desktop-Messies sind und bei denen sich die Icons auf dem Hintergrundbild inzwischen schon in zwei Lagen angesammelt haben. Ich muss sicher nicht erwähnen, dass genau diese Menschen meist diejenigen sind, die auch beim Arbeiten recht chaotisch sind und Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, oder?!
Wenn du deine ganzen gesammelten Icons auf dem Hintergrundbildschirm anschaust, wirst du merken, dass du vieles nicht mehr brauchst und gleich in den Papierkorb befördern kannst. Anderes kann wahrscheinlich in Ordner zusammengefasst werden und so in ein neues System überführt werden. Du wirst sehen: Auch im virtuellen Raum ist ein gewisses Ordnungssystem ein echter Turbo für deine Produktivität!

Und jetzt bist du dran!

Nun, da du das Geheimnis kennst, wie du mit wenigen Handgriffen deine Produktivität um ein Vielfaches steigerst, kann’s ja losgehen! Was bewirkt das Aufräumen bei dir? Bist du gleich motiviert, auch in deinem Arbeitszimmer zu Hause klar Schiff zu machen? Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare!

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